Nun folgen Sachen, die ihr sicherlich schon alle kennt. Jedoch gehört es für mich einfach dazu und ich hoffe einige von euch nehmen sich die Zeit, alles zu lesen und darüber nach zu denken.

 

Danke

Ana hat mich geküsst.
Nicht auf die Wange,
nicht auf die Stirn.

Ana hat meine Lippen berührt.
Hat sie versiegelt,
hat sie vergiftet.

Ana hat mir die Hand gehalten.
Damit ich weis was ich tun soll,
damit ich weis was ich darf.

Ana ist mir auf die Füße getreten.
Damit ich vor Schmerz tanze,
damit ich mich ständig bewege.

Ana hat meine Augenlieder geschlossen.
Weil ich schon weis, was ich sehe.
Weil ich ohne Ana nichts bin

 

Ich möchte gehen können,
ohne dass meine Oberschenkel aneinander reiben,
durch die Welt staksen mit dünnen langen Beinen,
wie ein Storch.
 
Ich möchte gehen können,
ohne Geräusche zu machen,
auf dem Wasser laufen ohne einzutauchen,
über Sand und Schnee ohne Abdrücke zu hinterlassen,
durch die Welt schweben wie eine Feder.

Ich möchte herausstehende Schulterblätter haben,
die aussehen als würden mir Flügel wachsen
- endlich - nach langem Warten
oder wie die gebrochenen Flügel eines gefallenen Engels.

Ich möchte Schlüsselbeine haben,
die hervorstehen
und mich wie ein zierliches Wesen aussehen lassen,
ein Wesen voll Glanz, rein, zart und zerbrechlich.
 
Ich möchte schwebend durchs Leben wandeln,
jede Bewegung so elegant,
jeder Schritt so anmutig,
jede Geste so zart...

Ich möchte auf einer Wiese liegen
und den Wind um meinen Körper spüren,
wie der Adler ihn unter seinen Schwingen fühlt
den Wind um mich spüren,
den Wind der mich hinfort trägt.

Noch ist all das nur ein Traum ...
und es Liegt an dir aus dem Traum, Realität zu machen!

 

 


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